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Freitag, 1. Mai 2009

Piraten in der Bild

Hallo,

soeben habe ich dank Core-Dump, dem Blog eines Parteifreunds auf einen Artikel in der Bildzeitung gestoßen.

Ich bin normalerweise nicht der Typ der sich über Artikel in dieser Zeitung freut aber hey - das bedeutet, dass uns jetzt eine ganze Menge mehr Leute kennen. Hätte die Bild jetzt noch einen Link gesetzt dann wäre es richtig gut gewesen aber nun ja, man kann nicht alles haben.

Jetzt erst Recht!

StudiVZ wirft Piraten raus

Hallo,

hier die Pressemeldung der Piraten:


Piratenpartei kritisiert einseitigen Wahlkampf auf StudiVZ

Die Piratenpartei kritisiert die einseitige Information der Nutzer auf StudiVZ und MeinVZ durch spezielle Wahlkampfprofile der etablierten Parteien und die Löschung des Profils der Piratenpartei. Die Piratenpartei fordert den Stopp dieser einseitigen Information und eine demokratische Gestaltung der Plattform mit der Möglichkeit, dass alle in Deutschland anerkannten Parteien sich ausgewogen präsentieren können.

StudiVZ, eines der größten deutschen "Social Networks", ermöglicht den etablierten Parteien seit kurzem, Wahlkampf auf ihrer Plattform zu betreiben. Allen Parteien, welche bei der letzten Wahl den Einzug in den Bundestag geschafft haben, bietet StudiVZ dafür ein spezielles Profil an. Der Piratenpartei und anderen anerkannten Parteien wird diese Möglichkeit allerdings nicht eingeräumt. Im Gegenteil wurde das Profil der Piratenpartei gestern ohne Ankündigung von Seiten des Betreibers willkürlich gelöscht.

Angelo Veltens, Kandidat der Piratenpartei für die Europawahl, betrachtet das selektierende Verhalten des selbsterklärten Zugpferdes des Web-2.0-Wahlkampfes als undemokratische Wettbewerbsverzerrung: "Das muss man sich mal vorstellen: Während alten Parteien unter anderem für ihre überwachungsstaatlichen und technikfeindlichen Phantasien Logenplätze offeriert werden, wird die Piratenpartei aus einer Web-2.0-Community geschmissen. Es ist ein Unding, dass die kleinen Parteien bei den Möglichkeiten, in StudiVZ um die Wählergunst zu werben, diskriminiert werden. Demokratie sieht definitiv anders aus."

Pirat Sebastian Bartsch, der das Profil für die Partei betrieb, erklärte: "Diese Aktion von StudiVZ ist nicht nur völlig unverständlich, sondern geht gemäß dem Streisand-Effekt auch nach hinten los: Viele Jung- und Erstwähler sind nun durch die Löschung unseres Profils überhaupt erst auf uns aufmerksam geworden - in der Piratenpartei-Gruppe bekommen wir regen Zuspruch. Wir hoffen, dass StudiVZ einlenkt und der Piratenpartei zukünftig wieder die Möglichkeit gibt, sich auf der> Plattform zu präsentieren. Im Gegensatz zu den Etablierten haben wir mehr zu bieten als nur Online-Wahlplakate und verlangen, dass der Wähler hier umfassend informiert wird und auch wirklich alle Wahloptionen angeboten bekommt."

Diese Pressemitteilung finden Sie im Internet unter:
http://www.piratenpartei.de

Pressekontakt:
presse@piratenpartei.de
Piratenpartei Deutschland
Postfach 02 46 69
10128 Berlin

Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) beschäftigt sich mit den entscheidenden Themen des 21. Jahrhunderts. Das Recht auf Privatsphäre, eine gläserne Verwaltung, eine Modernisierung des Urheberrechtes, freies Wissen und freie Kommunikation sind die grundlegenden Ziele der PIRATEN.



Und hier mein Kommentar:

Epic Fail für die StudiVZ-Betreiber:
Erstens kennt man uns jetzt dank Streisand-Effekt erst recht und zweitens sollte das klarstellen, wie toll solche Netzwerke wirklich sind. Die machen mit Euren Daten was sie wollen und versuchen dann, die Partei die ihnen dabei auf die Finger klopfen will zu behindern.


Ich hoffe, Ihr lasst Euch dadurch nicht beeinflussen und wählt am 07.06.2009 trotzdem die Richtigen

Mittwoch, 22. April 2009

Pressemeldung der Piratenpartei

Heute hat die Piratenpartei eine Pressemeldung veröffentlicht, in der sie gegen die Zensurmaßnahmen von U.v.d.Leyen und Konsorten aufs Schärfste protestiert.

Hier der genaue Wortlaut:

"Trotz massiver Kritik von kompetenten und allseits anerkannten
Experten, nicht zuletzt durch den Bundesbeauftragten für den Datenschutz
und die Informationsfreiheit Peter Schaar
, hat heute das Bundeskabinett
den Weg zur staatlich verordneten Zensur des Internet per
Gesetzesvorlage eingeleitet.

Dieses starre verharren und verbissene 'Ich-will-das-aber"-Verhalten
insbesondere von Frau von der Leyen, zeigt die Realitätsferne der
Politikerin im Zusammenhang mit dem Internet und den Vertriebswegen von
Kinderpornographie. Mit dem Gesetz wird massiv gegen die
Informationsfreiheit verstoßen. Mit wiederholt wissentlich falschen
Aussagen
und Falschauslegungen von Statistiken, wird hier mit dem
Todschlagargument Kinderpornographie populistisch Wahlkampfhysterie
betrieben.

Das halbherzige Vorgehen der Regierung gegen den Missbrauch von Kindern
wird auch dadurch verdeutlicht, dass die geplante Beschränkung der
Sperrliste nicht mehr auf außereuropäische Webseiten beschränkt ist.
Selbst die Verlinkung auf 'derartige Telemedienangebote' sollen verboten
werden. Aufgrund dieser Regelungen werden harmlose Internet-Surfer bei
jedem Klick möglicherweise straffällig, da das Ziel eine zensierte Seite
sein könnte.

Es muss der Regierung doch klar sein, dass sie mit dieser Zensurmaßnahme
nur die Meinungsfreiheit in Deutschland blockiert. Sie löscht weder die
Inhalte auf den Webservern, noch unternimmt sie eine notwendige
Strafverfolgung.

Daher fordern wir die Bundesregierung erneut, und hier insbesondere Frau
von der Leyen, auf, von diesem Demokratiefeindlichen Weg abzuweichen,
und kündigen bereits jetzt bei Inkrafttreten dieses Gesetztes die Klage
vor dem Bundesverfassungsgericht an."

Ich hoffe, das bringt jemanden zum Nachdenken und Euch dazu, die Richtigen zu wählen.
 
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